Wir über uns

 

Die Sprach- und Kulturbörse ist eine Einrichtung der TU Berlin, in der Studierende aus aller Welt zusammen arbeiten. Wir sind ca. 100 Mitglieder aus mehr als 40 Ländern. Unser Anliegen ist die Förderung von kulturellem und sprachlichem Austausch in Berlin. Wir bieten für alle Studierende und Mitarbeiter der Berliner Hochschulen sowie Alumni der TU Berlin Veranstaltungen und Bildungsmöglichkeiten im Bereich Kultur und Sprache an.

 

Geschichte der SKB

 

Die Sprach- und Kulturbörse entstand 1989 durch die Initiative von Studierenden der Soziologie. Der große Streik vom Wintersemester 88/89 bot die Möglichkeit, einige Aktivitäten zu entwickeln, die zur Entstehung der Einführungswoche, von Fachschaftsinitiativen und autonomen Seminaren beitrugen. Diese Initiativen hatten einerseits als Ziel, die allgemeine Studiensituation an der Universität zu verbessern und eine Mitbestimmung der Studierenden zu ermöglichen, andererseits sollten Studienanfänger sowie ausländische Studierende dazu ermutigt werden, sich mehr in das Universitätsleben einzubringen. Innerhalb dieser Initiative fiel besonders die Abwesenheit von ausländischen Studierenden auf, obwohl diese 17% der gesamten Studentenschaft darstellten.

 

Solche Beobachtungen führten schnell zum Ideenaustausch: "..., kam dann so die Idee, dass doch eigentlich die ausländischen Studierenden Expert_innen für ihre Sprache und Kultur sind und dass man auch das irgendwie ein bisschen einbeziehen sollte.", erzählt Gaby Buschmann, eine der Gründer_innen des Projekts.

 

So wurde zuerst innerhalb der verschiedenen Initiativen an sprachlichen Austausch gedacht. Einige deutsche Student_innen, die gern eine Fremdsprache lernen wollten, wandten sich an die wenigen Ausländer, die sich an diesen Initiativen beteiligt hatten. So fanden in den Semesterferien die ersten kleinen Sprachaustausche der SKB statt.

 

"Wir haben einmal Zettel verteilt, wo ausländische und deutsche Studierende zu einem Termin kommen sollten, das war in einem großen Seminarraum, und ein ausländischer Studierender sagte dann: "Ich bin Spanier und habe Lust, einen Spanisch-Mittelstufe-Kurs anzubieten. Und alle, die dann Spanisch Mittelstufe machen wollten, rannten dann zu ihm und haben versucht, sich mit ihm abzusprechen, wann und wie oft sie sich treffen und wie viel Geld er kriegen soll und wie viel das für jeden Einzelnen in der Gruppe macht..."

 

Mit der Zeit fanden immer regelmäßiger Sprachlerngruppen statt, aber deren Organisation sowie das Ausprobieren neuer Ideen war zu zeitaufwendig, um weiterhin ehrenamtlich durchgeführt zu werden.

 

"Hong, eine chinesische Studentin, kannte Herrn Steinmüller, der Professor für Fremdsprachendidaktik war. Wir dachten, er könnte uns behilflich sein und sind zu ihm hingegangen, haben unser Projekt vorgestellt und nach anfänglichem Zögern hat er uns ernst genommen und zur Kommission für Lehre und Studium (KLS) geschickt […]. Wir haben das dann der KLS vorgestellt und haben dann vier halbe Tutorenstellen bekommen."

 

Seitdem ist das Projekt kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile hat die SKB über 100 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern, die ca. 25 Sprachen anbieten. An die 6.000 Studierende lernen in annähernd 600 Kursen pro Jahr eine Fremdsprache. Jedes Jahr machen ca. 15 Student_innen ein Praktikum bei der SKB. Die Koordination erfolgt durch fünf Tutor_innen. Immer noch (trotz ihrer Größe) ist die SKB ein basisdemokratisches Projekt. Inhaltliche und organisatorische Arbeit wird in mehreren Arbeitsgruppen und den Sprachgruppen geleistet und zur Gesamtdiskussion bzw. Abstimmung in das monatliche Gesamtplenum eingebracht.

 

Text: Valerie Froissart