30. Jubiläum der SKB

Die SKB hat im Oktober ihr 30. Jubiläum gefeiert!

Hier die Worte des fachlichen Betreuers der SKB, Prof. Dr. Thorsten Roelcke zu dieser Gelegenheit:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren – und vor allem:

Liebe SKaBlerinnen und SKaBler – oder einfach:

Liebe SKBs!

 

Als ich vor einigen Jahren auf die Leitung des Fachgebiets Deutsch als Fremdsprache der Technischen Universität Berlin berufen wurde, konnte ich mir unter „SKB“ kaum etwas vorstellen: „Sprach- und Kulturbörse“ klang für mich ebenso spannend wie unspezifisch.

Inzwischen haben die drei Buchstaben S, K und B für mich jedoch viel an Inhalt gewonnen: Und diesen möchte ich an dreimal SKB festmachen:

 

Das erste Mal SKB: Sprache und Kultur Begeistern!

Die SKB zeigt in all ihrem Tun, dass der Erwerb von Sprache und das Wissen um Kultur nicht nur Lernziele darstellen, die sich irgendwo und irgendwann als nützlich erweisen können. In den Kursen und bei allen Mitgliedern der SKB wird immer wieder spürbar, dass Sprache und Kultur etwas sind, das einen enormen und dabei wunderbaren Selbstzweck und Selbstwert zeigt.

 

Das zweite Mal SKB (oder eigentlich: SKKB): Sprachkulturelle Kompetenz Befreit!

Wir müssen nicht alle gleich gut Deutsch oder Englisch können: Der sprachliche und kulturelle Pluralismus, der in und durch die SKB gepflegt wird, zeigt, dass Vielfalt als Miteinander und nicht als Gegeneinander möglich ist. Und noch mehr: Sie beweist, dass dieses Miteinander Freude macht und letztlich vielen von uns mehr gerecht wird.

 

Und das dritte Mal SKB: Studierende Können sich Bilden!

Dass sich Studierende bilden können, ist natürlich eine Binsenweisheit. Was aber die SKB auf ganz besondere Art beweist, ist die Tatsache, dass sie das auch in großer Selbständigkeit und in hoher Eigenverantwortung tun. Die SKB ist basisdemokratisch angelegt und funktioniert in der Zusammenarbeit zwischen Plenum und Koordinationsteam ganz ausgezeichnet.

 

Wir feiern heute das 30-jährige Jubiläum der Sprach- und Kulturbörse – nach einer bewegten und bewegenden Geschichte eine gute Gelegenheit, einmal innezuhalten und uns zu vergegenwärtigen, wo wir gerade stehen. Dies möchte ich ganz kurz mit Blick auf die SKB selbst, aber auch hinsichtlich der ZEMS und der TUB tun.

 

Die SKB hat in den vergangenen Jahren intensiv an ihrem Qualitätsmanagement gearbeitet:

Es wurden regelmäßige Evaluationen entwickelt und durchgeführt und daraus Konsequenzen gezogen – vor allem auch im Hinblick auf die interne Feedback-Kultur und die Gestaltung von Fortbildungen. So konnte und kann sich die SKB immer weiter auf die Bedarfe der Studierenden einstellen und ihr Angebot kontinuierlich verbessern, ohne dabei ihren Charakter als studentisches Projekt aufzugeben.

 

Was die Vermittlung von Sprache (und Kultur) betrifft, gehen die Sprach- und Kulturbörse einerseits und die Zentraleinrichtung Moderne Sprachen, die ZEMS andererseits verschiedene Wege.

Mir erscheint es dabei besonders wichtig, dass beide nicht als Konkurrenz zueinander aufgefasst werden, sondern als jeweils eigenständige Institutionen mit ihren spezifischen Angeboten. In diesem Prozess sind wir weitergekommen, sodass hier künftig über eine weitere und nähere Kooperation zwischen SKB und ZEMS nachgedacht werden kann und sollte. Ich denke hier etwa an die Bereiche Fortbildung oder Sprachprüfung.

 

Die Verankerung der SKB an der Technischen Universität Berlin war nicht immer einfach: Wiederholt gab es Misstrauen aus und in beide Richtungen. Wie so oft war dies auch ein Problem von zu geringer institutioneller Verankerung und unzureichender Kommunikation.

Inzwischen ist die SKB fester Bestandteil der TUB-Struktur, und es gibt klare Verbindungen zu Präsidium, Fachwissenschaft und Verwaltung. Das schafft nicht nur Vertrauen, sondern erleichtert auch die Zusammenarbeit ungemein: Ich denke, die institutionelle Verankerung eines basisdemokratischen Projektes in eine große Universität ist ein interessantes Experiment, das im Falle der SKB inzwischen hervorragend aufgegangen ist!

 

Und mehr als das: Die SKB ist ein einzigartiges Projekt in der deutschen Hochschullandschaft! Und vor diesem Hintergrund haben wir hier all denjenigen zu danken, die an der Gründung und Entwicklung der SKB beteiligt waren und sind – nicht zuletzt dem Präsidium der TUB, das stets an die SKB geglaubt hat und nun auch unsere Phase der Konsolidierung und Innovation unterstützt.

 

Stellvertretend möchte ich hier aber auch und gerade eine Person nennen, die selbst kein Mitglied der SKB ist – nämlich meinen Vorgänger im Amt: Professor Ulrich Steinmüller. Er hat sich seit der Gründung der SKB immer wieder dafür eingesetzt, dass sie trotz zahlreicher akademischer Widrigkeiten hat bestehen und sich zu dem hat entwickeln können, was sie heute ist.

Lieber Herr Steinmüller – haben Sie hierfür unser aller ganz herzlichen Dank!

 

Im Grunde sind es aber die Studierenden selbst, die die SKB in all den 30 Jahren ausgemacht haben und bis heute ausmachen – seien sie Lernende, seien sie Lehrende oder seien sie Koordinierende: Ihnen gebührt vor allen anderen unsere aufrichtige Anerkennung für das Ganze, das Sie geleistet haben und noch immer leisten.

Liebe SKBs – haben Sie also unseren allerbesten Dank!

 

Ein solches Dankeschön klingt aber vielleicht abschließender, als es gemeint ist: Bitte nehmen Sie unsere Anerkennung und meinen Dank als Ansporn weiterzumachen und die Erfolgsgeschichte der Sprach- und Kulturbörse an der Technischen Universität Berlin fortzuschreiben:

Hierfür sage ich Ihnen meine volle Unterstützung zu und wünsche Ihnen allen Erfolg!“

 

 

arabesk. eine musiksoziologische untersuchung

Über (deutsche) Arabesk -- ein Projekt von Sefa Pala

Seit Beginn des Jahres 2000 produzieren deutsche Musiker türkischer und arabischer Herkunft in einer neuen Art von Musik. Dank der Social Media und Online-Plattformen wie Facebook, Instagram, Youtube und Vimeo erhalten Musiker Millionen von Besuchern und verkaufen ihre Alben. So sehr, dass im Jahr 2005 das Album des türkischen Musikers Muhabbet „R‘nBesk“ vom Sony Music Company signiert wurde. Diese Art von Musik ist deutschsprachige Arabeskmusik und es gibt variable Gewichtspunkte wie R‘nBesk und Arabesk-Rap. Was aber in dieser Art von Musik üblich ist, ist Arabesk kultur und daher Arabeskstimmung. Wie kann die deutschsprachige Arabeskmusik in Deutschland aufgeführt werden?

 

Wie bringt Musiker dazu Millionen in ihren Online-Kanälen zu erreichen? Wie werden türkisch-spezifische Karaktere ins Deutsche übertragen? All diese Materialien gehören zu einer komplexen Struktur und bestehen aus vielen Schichten.

 

Pop-up-Ausstellung + Film-Screening 29.11.19

18:00 Uhr: Türkisch-deutscher Sprachtisch / Özgür Oylum

19:00 Uhr: Arabesk / Sefa Pala. TU Berlin, Raum FH-313, Fraunhoferstr. 33-36

 

 

Zamba-Workshop 2019

Schön, dass ihr da wart!

 

 

13.12.2016 | Gedichte vertont

Fernando Pessoa gehört zweifellos zu den bedeutendsten Lyrikern Portugals. Sein "Buch der Unruhe" ist schon lange ein Kanon der Weltliteratur.

Unsere Veranstaltung "Vertonte Poesie von Fernando Pessoa mit dem Mansagem-Ensamble " hat  ein neues Poesieerlebnis dieses Lyrikers möglich gemacht. 

 

"Das war eine schöne Mischung von Musik und Poesie." © Taisija

 

"Die Veranstaltung hat mir sehr gefallen! Ich liebe die Gedichte von Pessoa und mit der klassischen Musik wurde alles sehr harmonisch umgesetzt." © Etienne

 

" Ich war überrascht. Die musikalische Begleitung schuf eine Intimität und Tiefe, die für die Poesie Pessoas, meiner Meinung nach, sehr charakterisierend ist. © Ginaldo

12.12.2015 | Skypen mit dem Weihnachtsmann

(c) Victoria

Am 12.12. hat wieder die jährliche Skype-Konferenz zwischen den sehr engagierten Studierenden der Technischen Universität Berlin, die an der SKB Russisch lernen, und dem Weihnachtsmann aus Moskau stattgefunden. Der Weihnachtsmann hat mit den Studierenden gesprochen, ein Lied gesungen und alle ihre Wünsche aufgeschrieben. Daraufhin erwarteten die Berliner wie versprochen ein blaues Einhorn, drei nicht verheiratete Prinzen mit Geld und viele Büchern, einen Sessel, eine Meerjungfrau und ein silbernes Flugzeug.

 

Ob der Weihnachtsmann den braven Studis auch alle Wünsche erfüllt hat? Wir wissen es nicht ;)

29.11.2015 | Japanisch Vortrag

(c) Ichiro

"Diiin dooon! Nächste Haltestelle: Tokio!“

 

Am 29.11.2016 sind unsere Teilnehmer und anderen Interessierten mit uns „nach Japan“ gereist: nach einem anfänglichen Schnupperkurs, während dem wir die Schrift Hiragana und ein paar alltägliche Ausdrücke gelernt haben, bekamen wir praktische Reisetipps und wurden sofort in Reisesituationen hineinversetzt:

„Pizza o ne ga i shi ma su“ - „Eine Pizza, bitte“

 

Der Abend wurde von einem Vertreter aus dem Japanischen Kulturinstitut Köln unterstützt und hat den Anwesenden sehr gefallen:

 

„Es war sehr interessant und aufschlussreich“

 

„Wir kennen den Dozenten schon und finden ihn sehr nett“

27.03.2015 |Tag der offenen Tür

 

Wie der Name schon sagt, haben wir unsere Türen geöffnet, um allen Interessierten zu zeigen, dass man bei der SKB nicht nur Sprachen lernen, sondern auch anderweitig viel Zeit bei uns verbringen und dabei sogar Spaß haben kann.

 

Da unser Büro aber viel zu klein ist für einen großen Ansturm an kulturell Interessierten sowie Tanz- und Feierwütigen, haben wir die Räumlichkeiten des EB 104 in einen Ort voller Musik, Tanz und interkultureller Begegnungen verwandelt. In diesem konstruieren normalerweise angehende Ingenieure auf großen Zeichentischen ihre technischen Zeichnungen und lernen mit rauchenden Köpfen.

 

Wer den Kopf noch nicht voll genug hatte mit Themen wie Arbeit, Uni oder den vielen Sprachen, die der Durchschnittsmensch heute sprechen muss, konnte bereits den gesamten Nachmittag über von einem Schnupperkurs zum nächsten wandern und erste nützliche Sätze und bereits halbe Konversationen in Bulgarisch, Japanisch, Madagassisch und Russisch lernen. Für alle, die bereits mehr als „Hallo, wie geht’s?“ in einer Fremdsprache sagen konnten, standen Sprachtische für die Sprachen Chinesisch, Englisch, Griechisch, Japanisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch bereit. Dort wurde gemeinsam mit unseren Dozenten zu Themen wie Politik oder Literatur in der Fremdsprache diskutiert und/oder philosophiert. Dieser anspruchsvolle Austausch gelang sogar trotz der Irish Coffee Happy Hour am späten Nachmittag allen Beteiligten in einer sehr überzeugenden Weise.

 

Der Befriedigung unserer Geschmacksnerven widmete sich den ganzen Tag bis in die frühen Morgenstunden das Team vom i-Café, das normalerweise mit seinem studentischen Café in der Fraunhofer Str. 33-36 gefühlt rund um die Uhr für das leibliche Wohl aller Besucher sorgt. So war auch beim Tag der offenen Tür sichergestellt, dass niemand verdurstete und mit überzeugender vegetarischer und veganer Kost eine gute Grundlage für das ein oder andere folgende Bier gelegt werden konnte.

 

Ab 20 Uhr war es dann aber mit der anspruchsvollen Belastung unserer Sprachzentren im Gehirn vorbei. Dann wurde der Schalter umgelegt auf „Lachen, Tanzen und Feiern“.

 

Dazu durften sich ab 20:30 die Poetry Slammer Max Gebhard, Juston Buße, Marvin Weinstein und Pauline Cebulla ihre literarischen Ergüsse um die Ohren hauen. Der Herausforderung, knapp 100 Leuten im Publikum ohne Mikro von ihrem Können zu überzeugen, stellten sie sich mit Bravour.

 

Dem Publikum qualmten danach aber noch nicht die Ohren, denn im Anschluss wurde allen durch die Live-Musik von „Her Golden Whip“ eingeheizt. Die Mischung aus Balkan, Klezmer, Rock'n Roll, Ska, Folk, Punk und Reggae riss jeden unweigerlich aus den Stühlen und Sofas. Dieser ungewöhnliche, musikalische Mix sorgte dafür, dass man unaufhörlich nach oben, rechts, links – egal wohin – hüpfte. Hauptsache nicht sitzen bleiben!

 

Die unermüdlichen Tänzer kehrten auch für den Rest der Nacht nicht zu ihren Sitzplätzen zurück, da ab Mitternacht DJ Nilo MC auflegte und mit seiner abwechslungsreichen und lauten Musik dafür sorgte, dass die Leute, die nichts von unserem Tag der offenen Tür ahnten aber am EB 104 vorbei kamen, sich dachten „Cool, im EB geht heute was“ – und sich mutig ins Getümmel warfen.

 

Gegen 5 Uhr gingen dann auch die letzten Nachtschwärmer - hoffentlich zufrieden, aber doch endlich müde - langsam nach Hause. Und von einem unterhaltsamen und feucht-fröhlichem Tag blieb nur noch der harte Kern der SKB übrig, um müde aber zufrieden aus der Party wieder einen Ort des Lernens zu machen.

05. & 06.02.2015 | Theater [No]where home

Am 5. und 6. Februar hatten wir im EB104 eine Theatergruppe der Freien Universität zu Gast, die ihr selbstgeschriebenes Stück [No]where home aufgeführt hat. Diese hat sich mit dem Ankommen in einer neuen Umgebung und der Selbstidentifizierung im Unbekannten beschäftigt. An zwei Tagen empfingen wir viele Teilnehmer*innen und Freund*innen, die sich an den schauspielerischen Künsten angehender Lehrer erfreuen konnten. Wir danken an dieser Stelle dem i-Café für ihre Bar-Künste, dem EB104 für das Zur-Verfügung-Stellen der Räumlichkeiten und dem English Didactics Department der Freien Universität, insbesondere Herrn Crutchfield, für die schöne Abendgestaltung.

06.03.2015 |Deutsch-rumänischer Abend. Kinderserien im Gespräch.

Ort: Die Weltküche

 

1,2,3 Ordnung muss sein.

 

So auch in der Berichterstattung eines jeden deutsch-rumänischen Abends.

Im ersten Teil des Abends wurden die Anwesenden vor ein Blitz-Quiz gestellt, in dem am Ende allen klar geworden ist, zu welchem Land Bukarest und Budapest jeweils gehört und dass der amtierende rumänische Präsident Klaus mit Vornamen heißt. Die glücklichen Gewinner durften die wahrscheinlich beliebteste Praline Rumäniens, genannt ROM mit nach Hause nehmen. Im zweiten Teil wurde rumänisch gegessen, während im Hintergrund Kinderserien aus beiden Ländern auf der Leinwand liefen. Wer wollte, konnte sich in seinen ersten Worten auf Rumänisch üben. Im dritten und letzten Teil hat die rumänische Band Zmei Trei mit ihrer Interpretation ausgewählter rumänischer Volkslieder und Chansons die Anwesenden in Phantasiewelten überführt, um sie dann ihrer selbst und dem späten Abend zu überlassen.

 

21. & 22.11.2014 |ExpoLingua Berlin 2014

Am 21. und 22. November 2014 haben wir uns auf der EXPOLINGUA im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin präsentiert. Die EXPOLINGUA ist eine internationale Messe für Sprachen und Kulturen.

 

Neben Sprachreisen, Abendkursen, Schüleraustauschen oder dem Fremdsprachenlernen per App war auch die SKB mit sehr viel Freude dort vertreten. Wir hatten vermutlich den kleinsten Messestand – dafür aber mit dem größten Sprachangebot!

 

Unser Stand war nicht nur wegen der Kugelschreiber und Gummibärchen attraktiv für Besucher, sondern auch aufgrund der kompetenten und freundlichen Beratung durch unsere reizenden Kolleginnen. Sie haben Interessierte zu unserem vielfältigen Sprachangebot und verschiedenen kulturellen Veranstaltungen beraten, die in Zukunft auf euch warten. Außerdem konnte unsere Kollegin Hatice Metin in einem interaktiven Mini-Kurs ihre Muttersprache Türkisch vielen Besucher*innen näher bringen.